Dienstag, 8. August 2017

Kirchenopfer: Luthers Mordaufrufe gegen die Täufer, aufständische Bauern, Juden, Katholiken, Türken, etc.

kirchenopfer.de/archiv/mennoniten

Auszug:

 Der Lutherische Weltbund hat sich im Juli 2010 nach knapp 500 Jahren bei den Mennoniten entschuldigt, weil die von den Lutheranern damals verfolgt und umgebracht wurden.

Die Mennoniten sind ein Teil der Täuferbewegung, benannt nach dem Prediger Menno Simons aus den Niederlanden. Die Täufer haben ja die Säuglingstaufe als unchristlich abgelehnt, ebenso wie jegliche Gewalt, die Unterordnung unter die Obrigkeit und das Schwören. Das alles war für sie mit der ursprünglichen Lehre des Nazareners, wie sie noch in der Bibel zu finden ist, nicht vereinbar.

Die Bibel ist zwar sicher nicht das reine Gotteswort, sie wurde immer wieder verändert, falsch übersetzt, hier gekürzt und da verlängert. Aber sie enthält noch einiges von der ursprünglichen Lehre des Jesus, des Christus – und die Täufer haben das ernst genommen, z.B. auch die Bergpredigt.

Aber die Lutheraner haben sie blutig verfolgt, ebenso wie das die Reformierten und die Katholiken taten. Die Mennoniten, Hutterer und Täufer, wie sie alle hießen, sie mussten immer wieder flüchten und auswandern, bis nach Amerika.

Und wer waren die Oberhetzer gegen die Täufer? Allen voran war das Martin Luther selbst, der zur gnadenlosen Verfolgung der täuferischen Prediger aufrief, »... wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel vom Himmel wären ... Will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl ... Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt«, also: dem Henker. Und auch der zweite Mann der Reformation hinter Luther, Philipp Melanchthon, forderte unbarmherzig ihre Hinrichtung.

Und da ist natürlich schon die Frage: Kann man so ein Verbrechen überhaupt sühnen, zumal nach so langer Zeit? Denn auf dem blutigen Weg der Kirche, auch der Lutherkirche, durch die Geschichte liegen viele, die keine Sühne wollen, sondern die wollen die Auflösung des Namens Luther, denn Luther steht für Verbrechen, Verfolgung und Mordaufrufe.

Und zwar nicht nur gegen die Täufer, sondern auch gegen aufständische Bauern, gegen Juden, gegen Katholiken, gegen Türken, sogar gegen Behinderte, gegen Prostituierte, Ehebrecher und Wucherer – Luther war mit Mordaufrufen rasch bei der Hand. Und trotzdem wird er bis heute verehrt wie ein Heiliger, gerade jetzt, knapp vor seinem 500. Reformationsjubiläum.

Und die Frage wäre ja auch: Wenn die Lutherkirche sich heute bei den Täufern entschuldigt, hat sie dann wirklich etwas aus der Geschichte gelernt? Die Täufer waren gewaltlos – die lutherischen Priestermänner rechtfertigen bis heute Kriege und Gewalt. Die Täufer lehnten die Säuglingstaufe ab – die Lutheraner verleiben bis heute unmündige Säuglinge ihrer Zwangsinstitution ein und lassen sie möglichst bis ans Lebensende dafür zahlen. Die Täufer hielten Abstand zur Obrigkeit – die Oberen der Lutherkirche liegen, ebenso wie die der Vatikankirche, mit der Politik im Bett und lassen sich mit staatlichen Subventionen mästen. Die Täufer nahmen die Bergpredigt ernst – die lutherischen Theologen tun sie bis heute als Utopie ab.

Wie sagte noch Jesus von Nazareth: „Gehe hin und sündige fortan nicht mehr.“ Umdenken und Wiedergutmachung sieht jedenfalls anders aus. Das sieht man auch daran, dass auch heute noch lutherische Priestermänner religiöse Minderheiten verfolgen. Heute sind es die so genannten „Sektenbeauftragten“, welche diejenigen mit Rufmord überziehen, die die Hoheitslehre der Bergpredigt ernst nehmen.

Aber die Christusnachfolger, die heute von lutherischen Lügenmeinungsbildnern verleumdet und ausgegrenzt werden, die haben ja jetzt einen Trost: Sie müssen nur ungefähr 500 Jahre warten, dann wird sich sicher wieder irgendein Kirchengremium wortreich bei ihren Nachkommen entschuldigen.

Falls es sich dann noch jemand traut, sich angesichts der verheerenden Vergangenheit dieses Mannes noch „Lutheraner“ zu nennen.

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