Dienstag, 25. April 2017

Sigmar Gabriel: Auschwitz meine persönliche Geschichte.., sein Vater glaubte, das Auschwitz eine Erfindung der Amerikaner sei

          zu nachfolgendem, siehe / überprüfe auch, was sagt Sigmar Gabriel dazu? 
Evtl. könnte Er mir auch helfen bei der Aufarbeitung meiner Straftat und einer öffentlichen Entschuldigung...


Video aus dem Bundesarchiv, Lager Auschwitz: 300.000 Opfer

Christian Anders zum "Holocaust", Er fordert eine öffentliche Debatte !!
 
Helmut Schmidt.., Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht

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Quelle: sigmar-gabriel.de/auschwitz-meine-persoenliche-geschichte




Auschwitz – meine persönliche Geschichte

Vor 30 Jahren habe ich das erste Mal mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Auschwitz-Birkenau besucht. Keine Reise in keinen Teil der Erde hat mich so nachhaltig beeindruckt wie meine erste Reise zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers. Das war kurz vor der Geburt meiner ersten Tochter. Dieser Raum, in dem eine Ausstellung ist mit Hunderten Kinderschuhen. Das hat mich ins Mark getroffen.
Viele Besuche folgten, bei denen wir mithalfen, die Gedenkstätte zu erhalten. Beim letzten Mal habe ich mich mit einer deutsch-polnischen Jugendgruppe getroffen; darunter VW-Auszubildende, die auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte bei Konservierungsarbeiten durchführen. Das große Engagement der jungen Leute ist immer wieder beeindruckend.
Ich verbinde damit natürlich auch immer meine persönliche Geschichte. Mein Vater, der bis zu seinem Tode an der NS-Ideologie festhielt, glaubte, dass Auschwitz eine Erfindung der Amerikaner sei. Die Urgroßeltern meiner erwachsenen Tochter wiederum gehörten zu den Opfern des Holocaust.
Eine der Lehren aus Auschwitz ist, dass man sich niemals sicher sein kann, dass die Dämonen im Menschen gebannt sind. Ich habe nie verstanden wie SS-Leute am Wochenende Familienfeiern machen konnten, während sie während der Arbeitszeit damit beschäftigt waren, Menschen zu ermorden. Für mich ist das größte Rätsel, dass Menschen dazu fähig sind.
Was bedeutet Auschwitz für die Zukunft? Ich erhoffe mir, dass junge Menschen, die Auschwitz besuchen, sich auch mit der Gegenwart beschäftigen. Damit das größte Friedensprojekt der Nachkriegsgeschichte, die Europäische Union, nicht zerstört wird. Viele Menschen schätzen die Europäische Union heute gering, viele sind dabei sie zu zerstören.
Ich glaube, dass der Frieden, in dem wir in Europa leben, sich darin begründet, dass viele Lehren aus dem 2. Weltkrieg gezogen worden sind. Die Konsequenz ist, nie wieder Menschen gegeneinander in Stellung zu bringen und für uns Deutsche, nie wieder Sonderwege zu gehen. Meine Generation ist die erste, die in Frieden lebt. Vorher war das undenkbar.
Auschwitz ist heute eine Mahnung, sich bewusst zu sein, dass wir eine institutionelle Grundlage für Völkerverständigung brauchen, die Völker und Menschen daran hindert, wieder die Dämonen zu entfesseln. Uns alle eint die Pflicht, das Gedenken an die Vergangenheit weiterzutragen und sie vor dem Vergessen, der Gleichgültigkeit zu bewahren. 

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