Dienstag, 19. Juni 2018

Rainer Langhans in Bad Kreuznach - Flower-Power-Konzert mit Misstönen

              das hatte ich nur am Rande mitbekommen, "zufällig" war ich da mit dem Fahrrad vorbeigefahren, wußte aber nicht, dass Rainer Langhans spricht

Auszug vorab:

.... Alt-Hippie Langhans sieht im Internet die Befreiung der Menschheit von den „Mördergruben“, die uns unsere Sozialisation mit auf den Lebensweg gibt. Das Netz vernichtet aus seiner Sicht „die alten Geschäftsmodelle“ des Kapitalismus und ermöglicht erstmals die Verwirklichung der Utopie von einer Welt, in der sich alle Menschen lieben......

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Flower-Power-Konzert mit Misstönen
Diese Szene sorgte für Aufregung: Michael Pohl von der GuT unterbrach Peter Lenz beim Interview mit Rainer Langhans. Foto: Christine Jäckel
Bad Kreuznach. Flower-Power-Zeit beim Samstag-Special im Kurpark mit einer Ikone der 68er-Bewegung, der Peter Lenz Band und einem Hauch von Rebellion. Auch 50 Jahre nach dem Höhepunkt der Studentenunruhen kann der Spaßguerilla noch Kontroversen auslösen: Zum Auftakt des Konzertabends interviewte Musiker Lenz ... mehr...

Auszug:

  Bad Kreuznach

Flower-Power-Konzert mit Misstönen

zuletzt aktualisiert: 19:18 Uhr
Flower-Power-Zeit beim Samstag-Special im Kurpark mit einer Ikone der 68er-Bewegung, der Peter Lenz Band und einem Hauch von Rebellion. Auch 50 Jahre nach dem Höhepunkt der Studentenunruhen kann der Spaßguerilla noch Kontroversen auslösen: Zum Auftakt des Konzertabends interviewte Musiker Lenz Rainer Langhans, den Mitbegründer der Kommune 1, und wurde nach einer guten Viertelstunde abrupt unterbrochen.
Diese Szene sorgte für Aufregung: Michael Pohl von der GuT unterbrach Peter Lenz beim Interview mit Rainer Langhans. Foto: Christine Jäckel
Diese Szene sorgte für Aufregung: Michael Pohl von der GuT unterbrach Peter Lenz beim Interview mit Rainer Langhans.
Foto: Christine Jäckel
Der aus seiner Wahlheimat München angereiste Zeitzeuge sollte eine halbe Stunde lang über die Studentenrevolte und sein Leben berichten. Lenz wollte Langhans gerade nach seiner Dschungelcamperfahrung fragen, da wurde die Interviewrunde von Michael Pohl vom Veranstalter Gesundheit und Tourismus beendet, der Lenz dazu aufforderte, das Gespräch abzubrechen und mit dem Musikprogramm zu beginnen.
Die Gäste, die auf den Stühlen hinter der Tanzfläche saßen, wo Langhans und Lenz das Interview führten, hätten sich beschwert, dass die Beschallung nicht ausreicht, um die Sprecher zu verstehen, begründete Pohl seinen Eingriff. Aus dem Publikum, das vorn an der Bühne saß, kam dagegen Protest gegen den Abbruch, und einige Fans skandierten „Rainer, Rainer“- Rufe. Der 68er-Veteran, der heute seinen 78. Geburtstag feiert, nahm die Aufregung locker und gab sein Mikro nicht kampflos her, sondern räsonierte munter weiter, derweil sich Peter Lenz im Hintergrund mit dem Veranstalter auseinandersetzte.
Alt-Hippie Langhans sieht im Internet die Befreiung der Menschheit von den „Mördergruben“, die uns unsere Sozialisation mit auf den Lebensweg gibt. Das Netz vernichtet aus seiner Sicht „die alten Geschäftsmodelle“ des Kapitalismus und ermöglicht erstmals die Verwirklichung der Utopie von einer Welt, in der sich alle Menschen lieben.
„68 war eine Vorschau, damit wir sehen, wohin wir gehen“, meinte Langhans. Bevor nach 20 Uhr die Band mit dem Musikprogramm einsetzte, machte Peter Lenz seinem Unmut noch einmal Luft. „Das ist wirklich fast wie früher, da hat man uns den Strom abgestellt, oder die Polizei kam, wenn wir gespielt haben“, mokierte sich der Musiker.
Die ersten Takte des Stones-Hits „Jumping Jack Flash“ glätteten danach augenscheinlich die Wogen. Weitere öffentliche Sympathiebekundungen für Langhans erfolgten nicht. Aber wie die Äußerungen einer Konzertbesucherin am Rande offenbarten, empfanden etliche Gäste die Intervention als ein Abwürgen des Ex-Kommunarden. Peter Lenz (Gitarre und Gesang), Pablo Lachmann (Bass), Markus Lauer (Hammond) und Peter Götzmann (Schlagzeug) sorgten mit ihrer Hitauswahl dafür, dass der Akzent des Abends insgesamt mehr auf Spaß denn auf Guerilla lag.
Von unserer Reporterin Christine Jäckel

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