Donnerstag, 20. Dezember 2018

SWR 1 Anstösse von Prof. Dr. Thomas Weißer, Budenheim, Katholische Kirche: wohin unterwegs ?

    darüber sollten wir uns mal öffentlich unterhalten, also um das große Ziel / das Wesentliche..., evtl. kann Herr Prof. Dr. Weißer hier schonmal einen / einige Kommentare drunter schreiben

Dr. Frank Stranges - Val Thor: vereinte Weltregierung nach Gottes Gesetzen

Julia Klöckners und Carsten Pörksens Bitte: "Dein Reich komme, wie im Himmel, so auf Erden"

Klaus Schmidt zu Inannas Rückkehr - GOTT und das Deutsche Kaiserreich

Johanna Arnold - König Ludwig und die Rolle Germaniens



Laotse - das Ziel: Herstellung der Handlungsfähigkeit unseres Rechtstaates

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Quelle: kirche-im-swr.de

Ich sitze in der Regionalbahn. Über dem Gang hängen Anzeigen. Sie zeigen mir die nächste Station und immer wieder den Zielbahnhof an. Außerdem sehe ich, in welche Richtung ich aussteigen muss. Das ist praktisch. Ich weiß, wohin die Reise geht, hab immer Orientierung und Durchblick.
In meinem Leben läuft‘s nicht so einfach. Mir ist oft genug gar nicht klar, wohin es geht. Wie sieht unser Leben aus, wenn die Kinder langsam aus dem Haus gehen? Was verändert sich durch einen Berufswechsel? Ist es Zeit, nochmal in einer anderen Stadt neu anzufangen? Auf die Fragen finde ich keine einfache Antwort. Ich weiß nicht, welche Richtung mein Leben nimmt oder welche Richtung ich meinem Leben geben soll.
Auch in der Weihnachtsgeschichte ist das so. Auf den ersten Blick ist da zwar alles klar. Engel und Sterne zeigen den Weg. Orientierung? Ein Kinderspiel. Aber auf den zweiten Blick wird deutlich: Maria und Josef kennen immer nur ihren nächsten Schritt. Sie wissen, dass sie nach Betlehem müssen. Aber sie haben keine Ahnung, was sie da erwartet. Nach der Geburt Jesu müssen sie schon wieder los. Brechen nach Ägypten auf. Und kehren dann Jahre später nach Hause zurück. Immer wieder muss sich die kleine Familie neu orientieren.
Die Weihnachtsgeschichten sind Geschichten vom Aufbruch, vom Unterwegs sein. Davon, dass Menschen ihren Weg suchen – und manchmal auch finden. Sie geben mir keine Antworten auf meine Fragen nach Richtung und Orientierung. Aber sie können mir Mut machen. Dass ich die Unsicherheit in meinem Leben annehme. Sie annehmen kann, weil mein Leben eben kein Regionalzug ist, bei dem ich genau weiß, wann ich wo ankomme.

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