Samstag, 8. Dezember 2018

Vor 250 Jahren wurde der indianische Volksheld Tecumseh geboren / Millionen getötete Indianer durch "weiße Siedler"

     über Ihn steht heute ein ganzseitiger Bericht in der Rhein Zeitung, siehe dazu auch:


Trump will gegen illegale Einwanderer vorgehen, was sagt Er dazu !?
Millionen getötete Indianer durch "weiße Siedler"


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05.03.2018 - Von Volker Wittmann. Vor 250 Jahren wurde der indianische Volksheld Tecumseh geboren. Um 1768 lagen die Ureinwohner Nordamerikas ...

Auszug:

 
Vor 250 Jahren wurde der indianische Volksheld Tecumseh geboren. Um 1768 lagen die Ureinwohner Nordamerikas am Ohio-Fluß südlich der Großen Seen in ständigen Kämpfen gegen vorrückende Kolonisten. Dabei reifte der spätere Häuptling der Shawnee zu einem strategisch denkenden Kopf. Mit ihm erwuchs den Vereinigten Staaten ein ernst zu nehmender Gegner. Trotz erdrückender Überlegenheit der weißen Eroberer konnte Tecumseh deren Drang nach Westen für einige Zeit aufhalten.
Vor dem Abfall seiner Kolonien in Nordamerika hatte König George III. von England die Ländereien der Krone von den Gebieten der Indianer trennen lassen. Dennoch kam es fortwährend zu Scharmützeln mit weißen Siedlern. Nach dem Sieg über die Briten im Unabhängigkeits-Krieg um 1783 drangen die Kolonisten im Schutz von Streitkräften der soeben gegründeten USA verstärkt nach Westen vor.
Diesem Ansturm stellte sich eine Föderation mehrerer Indianer-Stämme entgegen. Unter anderen errangen die Shawnee unter Häuptling „Blaujacke“ und die Miami unter Häuptling „Kleine Schildkröte“ beachtliche Erfolge gegen die US-Truppen. Ihre Krieger rieben die Armeen der Generäle Josiah Harmar 1790 und Arthur St. Clair 1791 fast vollständig auf.
In der entscheidenden Schlacht von Fallen Timbers wurden die Heimatverteidiger jedoch 1794 von General Anthony Wayne, genannt Mad Anthony, vernichtend geschlagen. Als Folge der Niederlage mußten sie große Gebiete am Ohio abtreten.
Tecumseh hatte als junger Mann an den Kämpfen teilgenommen. Der umsichtige Shawnee erkannte früh die tödliche Gefahr, die seinem Volk im Gefolge der Masseneinwanderung von Bleichgesichtern drohte. Anders als die Wild-West-Filme aus der Traumfabrik Hollywood glauben machten, setzten Feuerwasser und Seuchen den unberührten Naturmenschen ebenso zu wie die US-Kavallerie.
Nach Ergebnissen von Robert Jütte vom Institut für Medizin-Geschichte der Robert-Bosch-Stiftung entvölkerten vor allem Pocken die Neue Welt. Der Professor ist überzeugt: „Die Besiedlung Nord- und Mittelamerikas hätte ohne die Pocken nicht so schnell stattfinden können.“ Die Eingeboren besaßen keinerlei Abwehr gegen die Krankheiten, welche die weiße Siedler einschleppten. Die fremden Erreger rafften die Ureinwohner reihenweise hinweg.
Laut Medizin-Geschichte führten die Briten sogar einen regelrechten biologischen Krieg gegen die eingesessenen Stämme des amerikanischen Westens. Dazu verteilten sie Decken von Kranken aus Pocken-Häusern gezielt unter den Indianern, wie es heißt.
Außerdem zahlten die Gouverneure von Neu York zehn Dollar für jede indianische Kopfhaut, gleichviel ob von Mann, Weib oder Kind. Die grausame Unsitte des Skalpierens stammte mithin vom angeblich so kultivierten weißen Mann und nicht von den mutmaßlich so blutrünstigen Rothäuten. Deren bewaffnete Angriffe auf vordringende Kolonisten waren folglich Kämpfe ums nackte Überleben.
Auch scheuten Bleichgesichter keinen noch so hinterhältigen Betrug, um ihren Landraub rechtlich zu bemänteln. Sie luchsten arglosen Eingeborenen drei Kreuze auf Vertrags-Papieren über umfangreiche Landverkäufe ab, die zu solchen Abschlüssen gar nicht befugt waren. Tecumseh beklagte derartige Machenschaften bei Eingaben an den Indianerbeauftragten, wie überliefert ist.
Zum Ende des 18. Jahrhundert begann er für eine neue Allianz der indianischen Stämme der nordwestlichen Territorien zu werben. Zugleich suchte er einen Pakt mit den Briten, die sich auf das Gebiet des heutigen Kanada zurück gezogen hatten. Vereint konnten die Verbündeten den amerikanischen Streitkräften empfindliche Niederlagen bereiten und deren Drang nach Westen für einige Zeit aufhalten.
Insbesondere durch den Sieg über die US-Truppen in der Schlacht bei Frenchtown im Januar 1813 wehrten die Shawnee und ihre Mitstreiter eine Invasion Kanadas erfolgreich ab. Damit bremsten sie die Ausdehnung der Vereinigten Staaten und übten wahrscheinlich einen nachhaltigen Einfluß auf deren Geschichte aus.
Durch Unentschlossenheit britischer Kommandeure stießen die amerikanischen Streitkräfte jedoch bei der entscheidende Schlacht am Thames River im Oktober des selben Jahres nur auf schwachen Widerstand. Tecumseh fiel in dem Gefecht. Mit seinem Tod brach der Aufstand der Stämme südlich des Ohio Flusses zusammen......

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