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Das dunkle Geheimnis der Angela M.
Auszug:
Das dunkle Geheimnis der Angela M.
_von Martin Müller-Mertens
Ist die ewige Kanzlerin ein Produkt der Geheimdienste? Bei ihrem Aufstieg in die Politik waren Mielkes und Moskaus Schlapphüte jedenfalls eng an ihrer Seite.
Ministerin, CDU-Vorsitzende, Kanzlerin: Seit einem Vierteljahrhundert gehört Angela Merkel zum Zentrum der Macht. Doch über dem Beginn dieser Karriere hängen dichte Nebelschwaden. Bis heute sind weder das genaue Datum noch ihre tatsächlichen Motive für ihren Einstieg in die Politik bekannt. Diese Verschleierungstaktik ist kein Zufall: Die Verwandlung der mausgrauen Physikerin Merkel zum political animal war begleitet von zwielichtigen Gönnern und Weggefährten: Kontakte zur DDR-Staatssicherheit beziehungsweise zum sowjetischen Geheimdienst KGB.
Am Anfang steht eine Lüge. Angeblich kann sich Merkel während des heißen Wendeherbstes 1989 zunächst schlicht „nicht aufraffen, bei den Bürgerbewegungen mitzumachen“, behauptet die CDU-Vorsitzende 2005 gegenüber ihrem Biografen Gerd Langguth. Erst Mitte Dezember 1989 schnuppert sie in eine Veranstaltung der neugegründeten Ost-SPD. Schließlich verschlägt es die damals 35-Jährige zum Demokratischen Aufbruch (DA), einer von Pfarrern dominierten Sammlungsbewegung – so die offizielle Darstellung. Die Begründung klingt seltsam unpolitisch für die kühle Taktikerin Merkel: Der chaotische Haufen habe ihr irgendwie gefallen. DA-Gründungsmitglied Andreas Apelt will sich im Jahre 2006 sogar ganz genau daran erinnern können, dass Merkel „in der ersten Dezemberwoche“ 1989 beim DA erschien und ihre Hilfe anbot. Der zufällig vor Ort befindliche Günter Nooke habe sich ihr angenommen.
Assistenten eines Spitzels
Dass Nooke – später CDU-Bundestagsabgeordneter, heute Merkels Afrikabeauftragter im Entwicklungshilfeministerium – der Pfarrerstochter über die Schwelle zur Politik hilft, ist der entscheidende Baustein der Merkel-Legende. Denn tatsächlich ist die Physikerin, der ein Stasi-Spitzel in der Akademie der Wissenschaften in den 1980er Jahren eine „gefestigte Haltung zum Staat“ bescheinigte, bereits rund zwei Monate zuvor aktiv – vermutlich sogar vor dem Sturz Erich Honeckers am 18. Oktober 1989. Doch ihr damaliger Förderer, der Rostocker Rechtsanwalt Wolfgang Schnur, ist ein schwarzer Fleck in der Biografie der Kanzlerin. Der Freund von Merkels Vater Horst Kasner diente der Staatssicherheit seit 1965 als Informeller Mitarbeiter „Torsten“ beziehungsweise „Dr. Ralf Schirmer“. Noch am 7. Oktober 1989 heftet Stasi-Chef Erich Mielke dem Tschekisten persönlich die Verdienstmedaille in Gold an die Brust.
Sieben Tage zuvor hatte er jedoch an der Gründung des Demokratischen Aufbruchs teilgenommen. Die Stasi steht während des Treffens vor der Tür und wählt Teilnehmer aus – Schnur darf eintreten, andere nicht. In dieser Zeit trifft der Grafiker Stefan Dachsel beim Abholen von Flugblättern bei Schnur auch auf Merkel, „die dort irgendetwas arbeitete“. Als der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Jürgen Warnke am 14. November zu einem Besuch in der DA-Zentrale erscheint, geriert sich Merkel bereits als Schnurs Assistentin. Kurze Zeit später sorgt dieser für ihre hauptamtliche Anstellung beim DA, erhebt sie zur Pressesprecherin sowie zur Herausgeberin der Parteizeitung Der Aufbruch.
Womöglich dient Schnur nicht nur Mielke: Die Kontakte zum Geheimdienst hält er jedenfalls auch nach dem Kollaps der SED-Herrschaft aufrecht – ein letztes Treffen mit seinem Führungsoffizier datiert auf Anfang März 1990. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Spitzelimperium längst in planloser Auflösung. Hat die Seilschaft einen neuen Herren gefunden? Jedenfalls fällt auf, dass sowohl die bisherigen Blockparteien aber eben auch der DA Anfang Dezember in einer 180-Grad-Wende ihre deutliche Ablehnung von Marktwirtschaft und Wiedervereinigung fast zeitgleich aufgeben – und der starke Mann im DA heißt zu diesem Zeitpunkt Wolfgang Schnur. Unmittelbar zuvor war die KGB-Führung intern zu der Erkenntnis gelangt, dass eine selbständige DDR innerhalb eines sowjetischen Blocks unrealistisch sei und Einflussagenten innerhalb deutscher Organisationen nun eine Verlangsamung der Einheit anstreben sollten.
Agentenhöhle als Oppositionszentrale
Schnur macht sich beim DA unersetzlich – vermutlich dank seiner Schlapphutkontakte. So soll er der Organisation Räumlichkeiten im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg besorgt haben – nach Überzeugung des DA-Mitgründers Ehrhart Neubert erkennbar eine frühere konspirative Stasi-Wohnung. Nur Wochen später verfügt der DA nicht nur über einen in der DDR seltenen Telefonanschluss, sondern auch über Computer und nur im Westen zu beschaffene Kopierer.
(Weiterlesen in der Druckausgabe COMPACT 9/2017.)
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