Montag, 28. Januar 2019

Holocaust: Wie die AfD die Schuld beenden will | Das Erste - ZDF info: Häftlingsbordelle in den Konzentrationslagern

                           siehe dazu auch: 

Video aus dem Bundesarchiv, Lager Auschwitz: 300.000 Opfer

ZDF info: Häftlingsbordelle in den Konzentrationslagern

Christian Anders zum "Holocaust", Er fordert eine öffentliche Debatte !!

G. Koch zum Thema "Antisemitismus"

Daniel Cohn-Bendit: Zionisten sind Terroristen

Zion, das himmlische Jerusalem

spiegel.de: angeblicher Auschwitz Überlebender outet sich als Lügner

Buch aus der JVA Rohrbach: keine Vernichtungslager auf deutschem Boden

Konzentrationslager Sachsenhausen - Speisezettel

Lagergeld im KL Oranienburg

Freiherr von Heerda an Landrat Diel / Bad Kreuznach

                 zur AfD / den Parteien, siehe auch:

Rainer R ö s l - AfD & Björn Höcke zu "Flüchtlingshilfe" - Völkermord

die AfD und die Souveränitätsfrage, die Bedeutung unserer Geburtsurkunde, Mensch & Person

die AfD, der Saturn und die Logen

Willi Fischer ein ehem. Hackenheimer CDU Mitglied: wenn das die Deutschen wüßten, dass die BRD kein Staat ist

ein Banker über das Parteiensystem

Parteien - kriminelle Vereinigungen

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22.03.2018 - Schreiben die Deutschen ihre Geschichte um? Die AfD möchte nicht an deutsche Verbrechen erinnern, fordert den Schlussstrich. Doch die ...

Auszug:


"Es wird Zeit, dem deutschen Volk wieder Schutz zu geben und endlich diesen irren Schuldkult aus Deutschland zu verbannen", poltert die AfD. Die Partei fordert, dass endlich Schluss ist - Schluss mit dem Erinnern an die deutschen Verbrechen, an den Holocaust. Eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad", wie sie Björn Höcke verlangt, bedeutet: Erinnerung vor allem an die positiven Seiten der deutschen Geschichte. Immer lauter werden die Rufe der Rechten nach einem Schlussstrich. Wenn man der AfD so zuhört, scheint die Wende schon im voll im Gange. Schreiben die Deutschen ihre Geschichte etwa bereits um?

CDU stimmt mit der AfD - gegen einen NS-Dokumentationsort

Adolf Hitler auf dem Bückeberg © NDR Foto: Screenshot
Von 1933 bis 1937 fanden auf dem Bückeberg "Reichserntedankfeste" statt. Bis zu eine Million Menschen reisten an, um Adolf Hitler reden zu hören.
Im Weserbergland gingen die Bürger jüngst gegen die Einrichtung einer NS-Dokumentationsstätte am Bückeberg auf die Barrikaden. Eigentlich ging es nur um ein paar Wege mit Informationstafeln. Vor allem Schulkinder sollen hier über die Geschichte des Bückeberges aufgeklärt werden. Denn der Bückeberg war für die Nationalsozialisten eine Art Kultstätte und Wallfahrtsort. Hier hatten sie bis 1937 zu alljährlichen "Reichserntedankfesten" geladen - hunderttausende Deutsche folgten und jubelten dem Führer zu. Adolf Hitler stimmte dabei die Deutschen auf den Krieg ein. "Der Bückeberg war ein Ort, an dem die Funktionsweise der NS-Diktatur eingeübt wurde", sagt Jens-Christian Wagner von der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten. Als Argument gegen die Infotafeln auf dem Bückeberg ist oft zu hören, dass das Projekt "zu teuer" sei. Doch hinter der Gegnerschaft steckt offenbar auch ein Verdrängen: Die Geschehnisse dort während der Zeit des Nationalsozialismus seien nicht "bedeutend" gewesen, heißt es immer wieder. Und: "Wir müssen langsam mal anfangen in dem Jetzt und Heute zu leben. Ständig dieses Aufwühlen, was passiert ist!" Hitler hinter dem eigenen Gartenzaun - daran will man offenbar nicht gern erinnert werden. Trotzdem entscheidet der Kreistag Hameln-Pyrmont am Ende für die Stelltafeln auf dem Bückeberg - wenn auch nur mit knapper Mehrheit, gegen die Stimmen von CDU und AfD. Also erstmal kein Ende der Erinnerung.

Debatte um Schlussstrich

Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, ist von den gestiegenen Besucherzahlen positiv überrascht.
Die Debatte um einen Schlussstrich. Sie ist auch in der Gedenkstätte Konzentrationslager Buchenwald angekommen. Doch hier hat diese Debatte ganz andere Folgen, als sich ihre Urheber von der AfD wünschen können. Trotz der Kälte sind viele Menschen da, um sich zu informieren. Und zu gedenken. Der Leiter der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, berichtet von 28 Bussen allein im Februar, normal seien fünf bis sechs. "Das hat uns umgehauen", freut sich Knigge. Für ihn sind es auch "Jetzt-erst-recht-Besuche", gegen den "rechtspopulistischen Rutsch" in der Bundesrepublik.

Besucheranstieg in Gedenkstätten

So wie in Buchenwald erleben fast alle deutschen Gedenkstätten derzeit einen Besucheranstieg. "Man sucht die Gedenkorte auf, weil man sie für zuverlässiger und wichtiger erachtet als eine rechtspopulistische Propaganda. Es ist praktisch eine Gegenbewegung, die sich da formiert, die nur keine Partei ist, sondern eine zivilgesellschaftliche Gegenbewegung, die sagt: Wir müssen dort vor Ort gehen und müssen diese Orte erhalten", hat Konfliktforscher Professor Andreas Zick von der Uni Bielefeld festgestellt.
"Eine zivilgesellschaftliche Gegenbewegung" gegen Rechtspopulismus nennt Konfliktforscher Andreas Zick die Besuche in Gedenkstätten.
Ganz aktuell hat er in einer Studie den Status Quo der deutschen Erinnerungskultur untersucht. Ein Ergebnis: Der Blick auf die eigene Familie verklärt sich zunehmend: Mehr als die Hälfte der Befragten sagten, dass die eigenen Vorfahren unter den Opfern des Zweiten Weltkriegs gewesen seien. Aber nur 18 Prozent gaben an, dass in der eigene Familie auch Täter gewesen seien. Ein anderes Ergebnis: Zwei Drittel aller Befragten sehen Deutschland immer noch in einer besonderen moralischen Verantwortung. Ein Großteil kann mit dem Begriff "Schuldkult" nichts anfangen. "Die AfD hat sich mit ihrer Schuldkult-Rhetorik durchgesetzt bei jenen, die schon immer daran geglaubt haben", sagt Zick. Das seien aber lediglich rund zehn Prozent der Deutschen. "Die Mehrheit der Deutschen möchte genau das Gegenteil: Sie möchte sich intensiver mit der Geschichte beschäftigen", fasst er die Ergebnisse seiner Studie zusammen.

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